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„gerufen & gesandt“ – Ein Singspiel in St. Josef

„Beeindruckend!“ Das war das Fazit der vielen Besucher des Singspiels „gerufen&gesandt“ in der vollbesetzten St. Josefkirche. Beeindruckend deshalb, weil es allen Akteuren gelungen ist mit Musik, Spiel und Licht ein Gesamtwerk zu kreieren, welches die Sinne in vielerlei Hinsicht angesprochen hat.

Der Cäcilienchor St. Josef unter der Leitung von Werner Hölscher, der auch die Gesamtleitung des Singspiels übernahm, hatte es sich zur Aufgabe gemacht das Thema „gerufen&gesandt“ musikalisch umzusetzen. Einfühlsam unterstützt wurden die Sängerinnen und Sänger dabei von den Solisten an Klavier, Flöte, Saxophon Gitarre, Schlagzeug und im Sologesang. In Zeiten in denen manchmal mehr Kirchenfrust herrscht, braucht es Menschen, die gerufen und gesandt sind, den eigenen Glauben weiterzutragen. Mit starken Stimmen ist es dem Chor gelungen, diese Berufung, Nachfolge und Sendung in den unterschiedlichsten Liedern Ausdruck zu verleihen. Es wurde von der Sehnsucht des Menschen nach einem gelungenen Leben gesungen, vom Ruf Gottes an jeden einzelnen konnte man hören und von der tröstlichen Erfahrung, dass Gott die Wege eines jeden Einzelnen mitgeht.

Die Theater AG und das Seminarfach Darstellendes Spiel des Franziskusgymnasiums verstanden es mit kurzen Szenen, diese Aspekte auf beeindruckende Art und Weise umzusetzen. Die kurzen Impulse der Schülerinnen und Schüler luden zum Nachdenken über das eigene Gerufen- und Gesandtsein ein. „Was bedeutet Kirche für dich?“ war dann auch ihre erste Frage gleich zu Beginn. Vom Perspektivwechsel, von Wenden im Leben und der Berufung die Welt zu gestalten sprachen sie in ihren Szenen und berührten die vielen Besucher auf ganz persönliche Weise.

Beeindruckend war auch zu erleben, wie Musik, Spiel und Licht ineinandergriffen. Ansgar Silies verstand es mit seiner Komposition des Lichtes Akzente zu setzen und das was man sah und hörte noch besser zu verstehen. So wurde die Kirche wirklich in ein neues Licht gerückt.

Dass gerufen&gesandt auch heute wichtig ist, verdeutlichte Pfarrer Hartmut Sinnigen in dem er um 18.05 Uhr das Wort ergriff und an Johannes Prassek, einem der Lübecker Märtyrer erinnerte, der um diese Zeit, an diesem Tag im Jahre 1943 von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde. Sein Appell richtete sich an alle Anwesenden auch heute gegen Unrecht und Gewalt die Stimme zu erheben. Auch dazu sind wir gerufen und gesandt.

Nach gut 90 Minuten konnten die Zuhörer dann endlich das tun, worauf sie lange warten mussten: laut klatschen. Klatschen für ein Gesamtwerk, an dem Akteure von 12-82 Jahren beteiligt waren. Klatschen für ein Singspiel, das viel mehr war. Klatschen für ein großes Glaubenszeugnis.

Der Erlös von 1.000 Euro konnte schließlich vom Cäcilienchor St. Josef an den SKF weitergegeben werden.

Weitere Fotos vom Singspiel folgen noch …!