Im April 1979 war die Erzieherin nach Baccum gekommen und hatte die Leitung des Kindergartens, nur einen kurzen Fußweg von Kirche und Grundschule entfernt, übernommen. Zwei Gruppen waren es damals und vier Mitarbeiterinnen, die sich um sie kümmerten. Heute ist es ein großes Team, das eine Krippengruppe, zwei Regelgruppen und eine Ganztagsgruppe im Blick hat, unterstützt von ehrenamtlichen Kräften.
Die Verabschiedung von Höhnel war bereits ein Thema im vorangegangenen Gottesdienst gewesen. In seiner Predigt verwies Dirk Tecklenborg, Pastoraler Koordinator in der Kirchengemeinde, auf die Bedeutung des Wortes Vertrauen. Die Eltern hätten darauf vertraut, dass ihre Kinder bei Höhnel in guten Händen seien. Sie habe das Vertrauen als Erzieherin, Chefin, Begleiterin und Mitarbeiterin gerechtfertigt, indem sie „Kita gelebt hat“. Höhnel habe Vertrauen geschenkt und Möglichkeiten eröffnet, wie die Kinder in der Gemeinde wachsen und reifen könnten.
Nach dem Gottesdienst fand der Empfang in der Eingangshalle der Kita statt. Die ist zwar nicht klein, für diesen Anlass stieß sie aber auch an ihre räumlichen Grenzen. Viele Eltern, auch Großeltern, deren inzwischen erwachsene Kinder ebenfalls schon unter der Leitung von Höhnel in der Kita betreut wurden, wollten ihr Auf Wiedersehen sagen.
Das erste Wort hatten die Jungen und Mädchen, die sich in Reimform von ihrer Leiterin verabschiedeten. „Eines solltest du noch wissen, wir werden dich vermissen“, sprach ein kleines Mädchen ins Mikrofon und löste damit den ersten Applaus in der Feier aus. Reinhard Zwake vom Kirchenvorstand und Angelika Schoo, Mitglied im Pfarrgemeinderat, überreichten Höhnel ein Adventsgesteck mit mehreren Gutscheinen, die sie nur in Baccum einlösen kann. „Fast 40 Jahre warst du in unserem, wahrscheinlich ‚deinen‘ Kindergarten“, sagte Zwake. Er dankte ihr für dieses unermüdliche Kümmern und große Engagement.
Ortsbürgermeister Karl Storm verwies auf die pädagogischen und damit verbunden auch baulichen Herausforderungen, denen sich Höhnel und das Kita-Team in den vergangenen Jahren erfolgreich gestellt habe. Im Namen der Eltern dankte Petra Schulte der Kita-Leiterin für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die guten Wünsche des Kita-Teams übermittelten Olga Grinke und Ulla Pohl. „Vieles in der Kita trägt deine Handschrift“, sagte Grinke. „Stets hast du dabei das Wohl der Kinder im Blick gehabt“, unterstrich Pohl. Höhnel hab die Jungen und Mädchen auf die Schule und das Leben vorbereitet.
Gerührt und gefasst zugleich dankte die Meppenerin für die vielen guten Worte. Als Geschenk hatte sie zur Vervollständigung der Weihnachtskrippe die noch fehlenden Tierfiguren Ochse und Esel mitgebracht. „Danke, dass Sie sich alle heute Zeit genommen haben“, sagte Höhnel in die große Runde, verbunden mit dem Wunsch, dass es in der Kita gut weitergehe.

















